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DeFaktS endet – die Arbeit gegen Desinformation geht weiter

Rückblick auf die Abschlussveranstaltung des Projekts DeFaktS: Gemeinsam gegen Desinformation
Am 18. Juli 2025 öffnete das FZI Forschungszentrum Informatik in Berlin seine Türen für das Abschlusstreffen des Projekts DeFaktS. Dreieinhalb Jahre intensiver Forschung, Entwicklung und interdisziplinärer Zusammenarbeit fanden hier ihren offiziellen Abschluss – und wurden zugleich als Ausgangspunkt für die weitere Auseinandersetzung mit einem der drängendsten Themen unserer Zeit gewürdigt: der Bekämpfung von Desinformation im digitalen Raum.

Ein starkes Konsortium mit gemeinsamer Mission

Neben dem FZI als Projektkoordinator waren auch die Projektpartner*innen von Murmuras GmbH, Liquid Democracy e.V. und der Philipps-Universität Marburg vor Ort vertreten. Zudem folgten Interessierte aus der Forschung und Zivilgesellschaft der Einladung nach Berlin. In offener Atmosphäre bot die Veranstaltung Raum für Rückblicke, kritische Diskussionen und persönliche Einblicke in die Arbeit der vergangenen Jahre.

Rückblick, Herausforderungen und Fortschritte

Im Zentrum der Veranstaltung standen Präsentationen und Gespräche rund um die zentralen Fragestellungen des Projekts: Wie lässt sich Desinformation automatisiert erkennen? Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) verständlich und transparent gemacht werden? Und wie können die entwickelten Lösungen in bestehende Plattformen integriert werden, um Nutzer*innen zu schützen und Plattformbetreibende bei der Moderation zu unterstützen?

Dabei wurde nicht nur der technologische Fortschritt gewürdigt, sondern auch offen über Herausforderungen gesprochen. Die Balance zwischen technologischer Wirksamkeit, Datenschutz, ethischen Fragestellungen und gesellschaftlicher Akzeptanz erwies sich als ebenso komplex wie zentral.

Tools zum Anfassen

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Möglichkeit, die im Projekt entwickelten Tools selbst zu testen. Besucherinnen konnten sich ein eigenes Bild davon machen, wie die XAI-Komponente funktioniert, welche Warnsignale sie erkennt und wie Nutzerinnen künftig durch eine Smartphone-App vor potenziellen Desinformationen gewarnt werden könnten. Zusätzlich wurden eine Beteiligungsplattform und ein Dashboard vorgestellt, die weitere Einblicke in die Erkennung und Moderation von Desinformation bieten und zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema einladen.

Der Blick nach vorn

Abgerundet wurde der Tag durch einen offenen Austausch über die Anforderungen an wirksame Desinformationsbekämpfung in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung, globaler Krisen und technologischer Komplexität. Deutlich wurde: Die entwickelte Technologie kann ein wertvoller Baustein sein, doch ihr volles Potenzial entfaltet sich nur im Zusammenspiel mit politischem Willen, gesellschaftlichem Engagement und kontinuierlicher Forschung.

Wir danken allen Beteiligten, Unterstützer*innen und Interessierten für ihr Engagement – und freuen uns auf alles, was aus DeFaktS noch entstehen wird.