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Deepfakes, KI & Desinformation: Gefahr für die Bundestagswahl?

Mit der Bundestagswahl 2025 wächst die Besorgnis über KI-generierte Deepfakes und Desinformation, die zunehmend den Wahlkampf beeinflussen. Doch wie können wir diese manipulativen Inhalte erkennen und ihnen effektiv entgegenwirken? Im Projekt DeFaktS forscht Isabel Bezzaoui an einer erklärbaren KI zur Erkennung von manipulierter Information. In einem Gespräch, das von der Initiative karlsruhe.digital durchgeführt wurde, erläuterte sie gemeinsam mit Prof. Dr. Thorsten Strufe (KIT), warum KI nicht nur eine Bedrohung darstellt, sondern auch als Lösungsansatz im Kampf gegen Desinformation dienen kann.

Deepfakes –täuschend echte, aber gefälschte Medieninhalte – werden gezielt zur Manipulation eingesetzt, insbesondere in sensiblen Momenten wie Wahlen, in denen Desinformation das Wahlverhalten beeinflussen soll. Dabei stellt sich die Frage, ob politische Maßnahmen ausreichen, um dieser Gefahr zu begegnen. Ein bewusster Umgang mit Medien ist entscheidend, auch wenn reine Medienkompetenz allein nicht genügt. Laut Bezzaoui profitieren Plattformen wirtschaftlich von polarisierenden Inhalten, was die Notwendigkeit weiterreichender regulatorischer Maßnahmen unterstreicht.

Gleichzeitig erleichtert generative KI die Erstellung manipulativer Inhalte. Strufe betont, dass es dabei nicht nur um die Perfektion von Deepfakes geht, sondern um die schiere Menge an Falschinformationen, die eine klare Meinungsbildung erschweren. Da manuelles Faktenchecken kaum machbar ist, kann KI hier unterstützend wirken: Im Projekt DeFaktS arbeitet das FZI an einer erklärbaren KI, die mittels Analyse sprachlicher Merkmale und Inhalte zwischen faktenbasierten und manipulierten Informationen unterscheiden soll. Eine Kombination aus menschlicher Expertise und maschineller Analyse erscheint dabei besonders vielversprechend.

Trotz des Potenzials von KI bleibt kritisches Denken die wichtigste Verteidigungslinie. Medienkompetenz, kontinuierliche Forschung und gezielte Regulierung sind essenziell, um Desinformation einzudämmen. Letztlich liegt es an uns allen, genau hinzusehen, Quellen kritisch zu hinterfragen und so einen Beitrag zum Schutz der Demokratie zu leisten.

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